und ich dann ganz plötzlich das Gefühl hatte: »Das ist ja jetzt skurril, oder banal, oder seltsam ….« — Und das versuche ich dann in den Bildern zu malen.
((( t ))) Der Rote Faden?
Ja, es hat auch immer etwas mit meinem Leben zu tun. Ich kann es nicht verhindern mich da völlig rauszuklinken.
((( t ))) Tauchst du selbst in den Bildern auf? So wie Hitchcock in seinen Filmen immer kurz aufgetreten ist?
(Überlegt, dann langsam:) Ja. Also vielleicht nicht so, dass ich mich selbst darstelle, sondern in einer Stellvertreterposition. Klar, stelle ich mich immer selbst dar, aber nicht um mein Leben zu erzählen oder meine Person darzustellen, sondern um bestimmte Momente festzuhalten – die bei anderen Leuten bestimmt genauso vorkommen.
((( t ))) Sind das Arbeiten die du für dich machst, oder haben die auch einen kommunikativen Charakter dass du dem Rezipienten auch etwas mitteilen willst? Oder stehen die nur so für sich als Bestandsaufnahme?
Ja erst mal stehen die so für sich, weil ich hoffe dass die Leute, wenn die das angucken, ihre eigenen Fantasien dazu entwickeln. Das soll ja nicht was ganz bestimmtes aussagen, sondern vielleicht oft auch nur eine Emotion ausdrücken oder ein Gefühl von irgendwas Seltsamen oder Ekligem oder Schönem. Die meisten Bilder male ich, wenn ich mich sehr über irgendwelche Dinge aufrege. Es sind dann nicht unbedingt positive Bilder …
((( t ))) Die Frau mit dem Vogel …
…. ja das ist vielleicht das einzige Selbstportrait.
((( t ))) Erzähl mal etwa dazu.
Also der Rabe steht für Intelligenz und auch dunkle Magie. Da ging es mir gar nicht gut – da ging es mir sogar richtig schlecht. Da ist das dann einfach so entstanden in der Zeit.
((( t ))) Die Farben sind ziemlich brillant. Ein Widerspruch zu dem Inhalt?
Na ja, obwohl es bei mir so ist, dass es eher grelle und aggressive Farben sind. Es sind grelle Farben, aber sie sind nicht schön. Sie beißen sich und heben sich hervor und werden dadurch noch kräftiger. |